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18. Mai 2026 · Edelmetalle

Edelmetall-Sparpläne im Vergleich: Was Anleger 2026 wissen sollten

Sparpläne auf Gold und Silber sind 2026 so einfach zugänglich wie nie, und so unübersichtlich wie eh und je. Vier Bedingungen entscheiden, ob ein Angebot tatsächlich hält, was der Prospekt verspricht.

Stapel von Silber- und Goldmünzen neben einem handschriftlichen Notizbuch
Vier Anbieter im Direktvergleich, Stand Mai 2026.

1. Der Ausgabeaufschlag

Die auffälligste Kostenposition, aber selten die teuerste. Ein Aufschlag von 2,5 % klingt heftig, verschwindet aber über zehn Jahre in der Rendite. Wer monatlich 200 Franken einzahlt, verliert damit rund 5 Franken pro Rate, nicht mehr.

2. Die Lagerkosten

Deutlich wichtiger, weil sie jedes Jahr auf den vollen Bestand anfallen. 0,60 % gegenüber 0,25 % summieren sich über zwanzig Jahre auf einen mittleren vierstelligen Betrag. Prüfenswert ist zudem, ob es sich um segregierte oder gepoolte Lagerung handelt.

3. Physische Auslieferung

Der Punkt, an dem sich seriöse Anbieter zeigen. Wer nur „auf Anfrage“ ausliefert, hohe Mindestmengen ansetzt oder ausschliesslich über Zertifikate arbeitet, macht aus einem Edelmetall-Sparplan ein Papierprodukt.

Anbieter (anonymisiert)AusgabeaufschlagLagerAuslieferung
Grossbank Schweiz2,5 %0,60 % p. a.ab CHF 5 000
Direktbank DE1,9 %0,45 % p. a.ab EUR 2 000
Spezialanbieter AT1,2 %0,30 % p. a.ab 1 Unze
Fondsplattform0,9 %0,25 % p. a.nicht möglich

4. Der Kleingedruckte, der zählt

Kündigungsfrist, Verwahrort, Insolvenzschutz. Diese drei Zeilen im Kleingedruckten sagen mehr über einen Anbieter aus als jede Hochglanzbroschüre. Wer sie nicht auf einer Seite findet, sollte zumindest nachfragen, bevor die erste Rate abgebucht wird.

Der Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung. Angaben zu Konditionen beruhen auf öffentlich zugänglichen Preisverzeichnissen, Stand Mai 2026.