Edelmetall-Sparpläne im Vergleich: Was Anleger 2026 wissen sollten
Sparpläne auf Gold und Silber sind 2026 so einfach zugänglich wie nie, und so unübersichtlich wie eh und je. Vier Bedingungen entscheiden, ob ein Angebot tatsächlich hält, was der Prospekt verspricht.

1. Der Ausgabeaufschlag
Die auffälligste Kostenposition, aber selten die teuerste. Ein Aufschlag von 2,5 % klingt heftig, verschwindet aber über zehn Jahre in der Rendite. Wer monatlich 200 Franken einzahlt, verliert damit rund 5 Franken pro Rate, nicht mehr.
2. Die Lagerkosten
Deutlich wichtiger, weil sie jedes Jahr auf den vollen Bestand anfallen. 0,60 % gegenüber 0,25 % summieren sich über zwanzig Jahre auf einen mittleren vierstelligen Betrag. Prüfenswert ist zudem, ob es sich um segregierte oder gepoolte Lagerung handelt.
3. Physische Auslieferung
Der Punkt, an dem sich seriöse Anbieter zeigen. Wer nur „auf Anfrage“ ausliefert, hohe Mindestmengen ansetzt oder ausschliesslich über Zertifikate arbeitet, macht aus einem Edelmetall-Sparplan ein Papierprodukt.
| Anbieter (anonymisiert) | Ausgabeaufschlag | Lager | Auslieferung |
|---|---|---|---|
| Grossbank Schweiz | 2,5 % | 0,60 % p. a. | ab CHF 5 000 |
| Direktbank DE | 1,9 % | 0,45 % p. a. | ab EUR 2 000 |
| Spezialanbieter AT | 1,2 % | 0,30 % p. a. | ab 1 Unze |
| Fondsplattform | 0,9 % | 0,25 % p. a. | nicht möglich |
4. Der Kleingedruckte, der zählt
Kündigungsfrist, Verwahrort, Insolvenzschutz. Diese drei Zeilen im Kleingedruckten sagen mehr über einen Anbieter aus als jede Hochglanzbroschüre. Wer sie nicht auf einer Seite findet, sollte zumindest nachfragen, bevor die erste Rate abgebucht wird.
Der Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung. Angaben zu Konditionen beruhen auf öffentlich zugänglichen Preisverzeichnissen, Stand Mai 2026.